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Flugzeug rollt über Landebahn hinaus

Feuerwehr-Kran zieht zweistrahlige Düsenmaschine wieder auf Piste zurück

Von Norbert Jonscher

Von einem Feuerwehr-Kran wurde mit Hilfe von Holzbohlen das rund 10 Tonnen schwere Geschäftsflugzeug wieder zurück auf die Landebahn gezogen.
Foto: Stefan Schulz  

Sachschaden im vierstelligen Bereich entstand Angaben der städtischen Berufsfeuerwehr zufolge, als gestern Vormittag ein zehnsitziger Düsenjet vom Typ Learjet 60 das Ende der Landebahn am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg überrollte und mit dem Fahrwerk im weichen Untergrund stecken blieb.

Die mit drei Besatzungsmitgliedern besetzte Maschine war auf einem Überprüfungsflug in Braunschweig gelandet und mit geringer Geschwindigkeit zirka 10 Meter hinter dem westlichen Ende der Landebahn im Gras stecken geblieben. Dabei wurden Teile der Landebahnbefeuerung sowie das Flugzeug beschädigt.

Da die zweistrahlige Düsenmaschine nicht mit eigenen Mitteln auf die Betonpiste zurückzufahren war, sei die Berufsfeuerwehr Braunschweig durch den Bergungsbeauftragten zur Hilfe geholt worden, teilte Einsatzleiter Frank Hermanns mit.

Untersuchungen über die Unfallursache

In Zusammenarbeit mit dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg und der Firma Aerodata sei zunächst eine feste Fahrbahn mit dicken Holzbohlen für das Fahrwerk angelegt worden, um dann mit der Seilwinde eines Feuerwehrkrans die Maschine rückwärts auf die Piste zurückzuziehen.

Bei der Learjet 60 handelt es sich um ein zweistrahliges Geschäftsreiseflugzeug in Tiefdeckerauslegung der Learjet-Familie des Herstellers Bombardier. Es verfügt über ein Zwei-Mann-Cockpit und eine Kabine für bis zu acht Passagiere. Der Flieger hat eine Spannweite von 13,35 Metern, ist 17,90 Meter lang und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 860 Stundenkilometern. Die Reichweite beträgt 4 625 Kilometer.

Das tonnenschwere Flugzeug konnte ohne große Schwierigkeiten auf die Piste gezogen werden. Anschließend wurde es durch einen Flughafenschlepper zur Überprüfung in einen Hangar geschleppt. Nach Ausbesserungen am Landebahnende konnten der Flugverkehr wieder aufgenommen werden und die bereits wartenden Maschinen ihre Flüge fortsetzen. Angaben der Flughafen GmbH zufolge war der Flughafen während der Bergungsarbeiten von 13.15 bis 14.30 Uhr gesperrt.

Zur Untersuchung der Ursache hat die Bundesflugunfalluntersuchungsstelle unmittelbar nach der Landung die Ermittlungen aufgenommen.


Dienstag, 27.01.2009

Mit freundlicher Genehmigung der Braunschweiger Zeitung

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