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Die Stadt erteilte schon wieder eine Sondererlaubnis für
die Fällung von Bäumen.
In einem mal objektiven Bericht der Braunschweiger
Zeitung von heute, 13. März 2010, berichtet Lokalredakteur
Herr Jörg Fiene von der Abholzaktion an der Bienroder Straße
und schließt seinen Beitrag mit einem sehr guten Kommentar
zu diesem ungeheuerlichen Vorgang.
Hier werden mal wieder mit einer Ausnahmegenehmigung Bäume
gefällt und Ruck Zuck Tatsachen geschaffen. Dass dies unterer
Anderem noch mitten in der Winterschlafzeit
der dort in einem alten Transformatorenhäuschen
lebenden Fledermäuse geschieht, ist mal wieder belanglos. Mit
Sicherheit gibt es dort keine Fledermäuse, genau so sicher
wie es im zum Teil vernichteten Querumer Forst keine Höhlentiere
oder andere Waldbewohner gab.
Die
Stadt Braunschweig hat natürlich eine Sondergenehmigung zum
Fällen der dort vorhandenen Bäume und der anschließenden
Rodung erteilt. Und dies auch mal wieder in der seit 1. März
2010 geltenden Schonzeit. Wieder hat die Untere Naturschutzbehörde
der Stadt diese Sondergenehmigung erteilt, da man seitens des Bauunternehmens
Staake der Meinung war, dass bis Ende März die Arbeiten möglich
gewesen wären, so der Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink. Um die
ganzen Bau- und Umbauvorhaben hier in Waggum so schnell wie möglich
durchzusetzen, von denen die Bürger Dank der nicht vorhandenen
Information unseres Bezirksbürgermeisters relativ wenig wissen,
werden wieder schnell vollendete Tatsachen geschaffen.
Welch glorreiche Errungenschaft dieser neue Supermarkt
für uns Bürger ist, hat der Fraktionsvorsitzende der CDU
Braunschweig, Herr Wolfgang Sehrt, uns ja im Sommer 2009 lobpreisend
wissen lassen. Berechtigte Proteste der Bürgerinnen und Bürger
von Waggum wurden und werden natürlich weiter ignoriert.
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Ignoranz hier vor Ort geltendes
Recht durch Sondergenehmigungen außer Kraft gesetzt wird um
Pläne durchzusetzen, die den Kommunalpolitikern und den Verantwortlichen
im Rathaus aus welchen Gründen auch immer ein großes
Bedürfnis sind.
An dieser Stelle sei nochmal gefragt, warum wir Bürgerinnen
und Bürger über die wahren Ziele und Absichten zu den
Bauaktivitäten hier in Waggum, (Stichworte L293, Flughafenausbau,
Tunnel - Ostumgehung, Luftdrehkreuz, Waldvernichtung, Supermarkt)
gezielt im Unklaren gehalten werden.
Vielleicht sollten wir Bürgerinnen und Bürger bei der
nächsten Bezirksratssitzung unseren BBM Herrn Götz-Rüdiger
Kliesch (CDU) mal darauf hinweisen, dass er als gewählter Volksvertreter
und unser Bezirksbürgermeister nach der Niedersächsischen
Gemeindeordnung (NGO) u.a. lt. § 50, § 64 den Bürgen
zur Auskunft verpflichtet ist. Dazu müsste er natürlich
dann auch persönlich vor Ort sein und nicht wieder eine in
Sachfragen überforderte Vertretung schicken.
Dieter
Behr , März 2010
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