Wie oft heben die Firmenjets ab ?
Umweltschützer
kritisieren: Flughafenausbau ist vor allem im Sinne von VW
Von Thomas Kruse
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Volkswagen
wird in die erbitterte Auseinandersetzung um den Ausbau der
Startbahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg hineingezogen,
dem rund 60 000 Bäume zum Opfer fallen werden (wir berichteten).
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Mit
einem ähnlichen Modell wie diesem Airbus A319 fliegen auch
VW-Manager rund um den Globus.
Archiv-Foto: dpa/picture-alliance
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Gestern
wollten Mitglieder der Braunschweiger Bürgerinitiative Baumschutz
und des Naturschutzbundes (Nabu) symbolisch eine Sammlung von Unterschriften
gegen das Bauvorhaben an einen Vertreter des VW-Managements übergeben.
Statt eines Top-Managers mussten sie allerdings mit Boris Gelfert,
dem Geschäftsführer der Flughafen GmbH, vorlieb nehmen.
"Volkswagen ist für den Ausbau nicht zuständig. Ich
werde die Gesellschafter aber über die Unterschriftenaktion
informieren", sagte Gelfert unserer Zeitung.
Die Umweltschützer
sehen Volkswagen gleichwohl in der Pflicht. Nabu-Geschäftsstellenleiter
Carlo Fuchs hält es für unvereinbar, "dass das Unternehmen
ein grüner Konzern sein will und gleichzeitig zulässt,
dass 90 Hektar Wald – die Fläche von 120 Fußballfeldern
– gerodet werden". Nach seiner Meinung entfallen "80
Prozent" der Flugbewegungen in Waggum auf die Konzern-Fluglinie.
Der Ausbau sei Prestige- und Bequemlichkeitsgründen geschuldet.
Nur nach einem Ausbau könne der Firmen-Airbus vollgetankt zu
Nonstop-Flügen starten.
Dem widersprechen
Volkswagen und Flughafen-Geschäftsführung entschieden.
"Nur 12 bis 15 Prozent der Flüge lassen sich direkt Volkswagen
zuordnen", betont Gelfert. Laut Volkswagen entfallen maximal
20 Prozent der Starts und Landungen auf die Wolfsburger. Richtig,
so Gelfert, sei, dass der Airbus A319 vollgetankt derzeit nicht
in Waggum starten könne.
Die Autobauer
sind mit 35,6 Prozent zweitgrößter Gesellschafter der
Flughafen GmbH nach der Stadt Braunschweig (42,6 Prozent). Die Stadt
Wolfsburg hält 17,8 Prozent der Anteile.
Donnerstag,
17.12 .2009
Mit
freundlicher Genehmigung der Braunschweiger Zeitung
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