An zwei Verhandlungstagen tagte der 1. Senat bis in den
Abend -
Verkündung am kommenden Mittwoch, 20. Mai 2009
Von Ernst-Johann Zauner
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Nachdem
der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts am Mittwoch bis gegen
18 Uhr getagt hatte, dauerte die Verhandlung gestern bis gegen
20 Uhr. Eine Entscheidung über die Zukunft des Braunschweiger
Flughafens verkündeten er allerdings noch nicht. |
Ein
Einschätzung über eine mögliche Tendenz wollte ein
Prozessbeteiligter nicht abgeben: "Es ist alles offen."
Am kommenden Mittwoch wird Klarheit herrschen. An diesem Tag werden
die Lüneburger Richter bekannt geben, ob die Flughafengesellschaft
Braunschweig mit dem Bau der Verlängerung der Start- und Landebahn
auf 2300 Meter beginnen darf, oder ob sich die Ausbaugegner durchsetzen.
Pro Verlängerung argumentierten in Lüneburg die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr als Genehmigungsbehörde
für den Flughafenausbau. Für sie überwiegt das öffentliche
Interesse am Erhalt des Forschungsstandortes für Luft- und
Verkehrstechnik. Die gleichen Argumente zählen für den
Bauherren, die Flughafengesellschaft Braunschweig Wolfsburg, für
den der Ausbau eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des
Flughafens sowie des Forschungsstandortes im Norden der Stadt ist.
Rund 39 Millionen Euro sollen in die Verbesserung der Flughafeninfrastruktur
investiert werden, rund 40 Prozent davon kommen über das Land
Niedersachsen von der EU.
Die
Anwohner und Naturschutzverbände, die die Klage eingereicht
haben, befürchten durch das Abholzen des Waldes die Zerstörung
von Brut- und Rastplätzen von bedrohten Vogel- und Fledermausarten.
So
gebe es dort Mittel-, Grau- und Schwarzspechte, den Wespenbussard
und den Schwarzmilan. Auch die Lebensräume von Lurchen, Baummardern
und Siebenschläfern würden zerstört. Zudem würde
das Naherholungsgebiet im Osten der Stadt dadurch erheblich eingeschränkt.
Freitag,
15.05.2009
Mit
freundlicher Genehmigung der Braunschweiger Zeitung
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